Es kam dort zu einem Arbeitsunfall. Ein 80 Tonnen schwerer Baukran kippte aus bisher unbekannter Ursache um. Ein Mitarbeiter der Fremdfirma, die im Auftrag der LINEG die Bauarbeiten durchführt, wurde verletzt; er befindet sich laut Auskunft seines Arbeitgebers mittlerweile auf dem Weg der Genesung.

Nach dem Umsturz liefen Betriebsstoffe aus dem Baukran auf die Uferböschung. An der Unfallstelle wurden durch die Fremdfirma unmittelbar bindende Mittel ausgestreut und die restlichen Betriebsstoffe abgepumpt. Nach den Niederschlägen kam es durch Auswaschung des Bodens auch zu einem Eintrag in das Wasser des Baggersees. Die zuständigen Behörden wurden von der LINEG darüber informiert.

Als Vorsichtsmaßnahme errichtete die LINEG eine Wassersperre auf dem Baggersee. Zudem hat die LINEG den Baggersee beprobt, vorsorglich auch den Freizeitsee Menzelen. Die Ergebnisse der Analyse liegen seit heute vor. Im Freizeitsee wurden – wie erwartet, weil dieser räumlich getrennt von Baggersee ist – keine der ausgelaufenen Stoffe gefunden. Im Baggersee wurde Diesel nachgewiesen. Der Kraftstoff wurde innerhalb der Wassersperre mit Bindemittel gebunden, wird fachgerecht entnommen und entsorgt.

Die LINEG wird den Baggersee weiterhin beproben, bis behördlich der Abbau der Wassersperre angeordnet wird. Im Zuge eines ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes wird auch der Freizeitsee weiterhin vorsorglich beprobt.

Durch die unvorhersehbare Verzögerung kann die LINEG im Moment noch nicht abschätzen, wann die Arbeiten an der Grundwasserpumpanlage abgeschlossen sein werden. Die Grundwasserstände in diesem Bereich werden durch bereits bestehende Anlagen der LINEG reguliert.