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Unsere Geschichte

" Von der Idee eines Entwässerungsplanes bis zum leistungsstarken Gewässerschutz-Unternehmen "


Warum es am Rhein so schön ist: Die Entstehung der niederrheinischen Tiefebene.

Grüne Flussauen, bewaldete Hügelketten, leicht gewellte Äcker und Wiesen, durchkreuzt von zahllosen Bächen, Hecken, Pappel - oder Kopfweidenreihen: LandschaftsbildDie sogenannte Tiefebene am Niederrhein.
Sie bietet weit mehr Reize, als man es beim Wort Ebene vermutet. Und so abwechslungsreich sich die Landschaft gestaltet, so abwechslungsreich ist auch die Geschichte dieses Stückchens Erde: Urzeitlichen Meeren verdanken wir unsere reichhaltigen Kohle- und Steinsalz-Vorkommen, und der rastlosen Arbeit des Rheins, bis ihm sein jetziges Bett "zugewiesen" wurde, verdanken wir den fruchtbaren Boden für Ackerbau und Viehzucht.

Warum ein Entwässerungsverein gegründet wurde: Ruhr, Typhus und ...

Als man Mitte des vorletzten Jahrhunderts erkannte, dass sich der Abbau von Steinkohle links des Rheins lohnen würde, war der Bergbau im Rechtsrheinischen schon längst Tradition und Notwendigkeit: Im hochindustrialisierten Ruhrgebiet lieferte die Kohle die Energie für den wirtschaftlichen Aufschwung. Die Kehrseite dieser Medaille war, dass sich besonders in den tiefer gelegenen Regionen des Ruhrgebietes, entlang der Flüsse, die stark verschmutzten Abwässer der Bergwerke, der Industriebetriebe und der Anwohner stauten. Sie begannen vor sich "hinzustinken".

Die Folge: Ruhr-, Typhus- und andere Epidemien brachen aus. Durch das Schmutzwasser und die Ausuferung der Gewässer wurden zugleich Beeinträchtigungen der florierenden Landwirtschaft befürchtet. Diese warnenden Beispiele veranlassten den Oberpräsidenten der Rheinprovinz und das königliche Oberbergamt in Bonn zum Handeln. So wurde 1908 der "Verein zur Aufstellung eines Entwässerungsplanes für das linksniederrheinische Industriegebiet" ins Leben gerufen. 5 Jahre später konnte am 29.04.1913 das Entwässerungsgesetz für das linksniederrheinische Industriegebiet erlassen werden. Die LINEG war gegründet. Zitat eines Zeitgenossen:
"Ein erfreuliches Zeichen der Harmonie, die gottlob in der Rheinprovinz zwischen Industrie und Landwirtschaft immer bestanden hat" (Dr. Freiherr von Rheinbaben).

Die Verantwortung wird größer: Das LINEG-Gesetz von 1990.

Nachdem schon der erste Weltkrieg die Verwirklichung des ehrgeizigen Entwässerungsplanes verhindert hatte, blieben der LINEG bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges rund 20 Jahre, in denen immerhin ca. 55 km Flüsse, Flüsschen und Bäche, genannt Vorfluter, für die Entwässerung ausgebaut werden konnten. Hinzu kamen rund 13 km Gefälle- und Druckleitungen sowie 22 Pump- und Kläranlagen. Was sich seitdem alles getan hat, dies würde viele Bücher füllen. Auf den nächsten Seiten geben wir Ihnen deshalb nur einen kurzen Überblick, der Sie aber durchaus in die Lage versetzen soll, sich über die LINEG und ihre vielfältigen Aufgaben ein Bild zu machen.